Die 2. Moorreger Frauen leisten sich zahlreiche Fehlwürfe und verlieren bei der HSG Pinnau mit 18:22

HSG Pinnau 1. - MSV 2 22 : 18

Bericht von Johannes Speckner / UeNa

Eigentlich sollen Schiedsrichter die Tornetze beim Handball wie beim Fußball auf mögliche Löcher untersuchen, bevor sie ein Spiel anpfeifen. Rainer Borbet (Halstenbeker TS/Blau-Weiß 96 Schenefeld) kann dies am vergangenen Sonnabend vor dem Landesliga-Derby der 2. Handball-Frauen des Moorreger SV bei der HSG Pinnau kaum getan haben − anders ist es nicht zu erklären, dass ein großes Loch unentdeckt blieb.
Als die 57. Spielminute lief und die Moorregerinnen beim Stand von 17:18 einen Angriff vortrugen, rief HSG-Coach Marco Simonsen dem Referee zu, dass der vorherige Wurf seiner Spielerin Lena Bosniakowski „im Tor gewesen, dann aber durch das besagte Loch wieder herausgeflogen“ sei. Daraufhin unterbrach der in Appen lebende Borbet die Partie, eilte mit dem Ball zum Gäste-Gehäuse und stellte fest, dass er durch das besagte Loch passte − weshalb er nachträglich auf Tor für die Pinnau-Damen entschied. Dass MSV-Trainer Andree Buhse nicht vehementer protestierte, könnte auch daran liegen, dass er mit Simonsen gut befreundet ist. Fakt ist: Am Ende verloren die Moorregerinnen mit 18:22.
In der Halle am Pinneberger Fahltskamp gingen die Gäste mit 2:0 (4. Minute) und 5:2 (11.) in Führung, wobei sie auch von der schlechten Chancenverwertung der Heim-Sieben profitierten. In der 17. Minute fiel aber der 5:5-Ausgleich. In der Folge versuchten es die HSG-Frauen immer wieder mit Kreisanspielen und verbesserten ihre Trefferquote. Doch dank Gina Weinberg, die fünf ihrer insgesamt acht Tore in der ersten Halbzeit erzielte − unter anderem gingen die MSV-Treffer sieben bis zehn auf ihr Konto −, führten die Gäste zur Pause mit 10:8.
Im zweiten Durchgang zählte Buhse dann „insgesamt 22 Fehlwürfe“ seiner Schützlinge. Auch Weinberg scheiterte von rechts aus mehrmals und ihren Mitspielerinnen fehlte ebenfalls das Wurfglück. So gerieten sie in der 42. Minute beim 12:13 erstmals in Rückstand. Sehr zum Ärger von Buhse, konnte seine Sieben auch aus vier Überzahl-Situationen nichts Zählbares machen. Ein 14:14 (46.) war der letzte ausgeglichene Spielstand und laut Buhse die 18:22-Niederlage „vollkommen verdient“.
Weil die MSV-Zweite aus ihren letzten fünf Partien nur einen mageren Punkt holte und das Elmshorner HT als Vorletzter drei seiner jüngsten vier Aufgaben gewann, überwintert der Neuling vom Himmelsbarg als Tabellen-Zehnter mit lediglich zwei Zählern Vorsprung auf die Abstiegszone. Trotzdem gab es nach dem Spiel zusammen mit den 1. Damen in einem asiatischen Restaurant in Hamburg-St. Pauli eine schöne Weihnachtsfeier − schließlich war das Jahr 2018 unter dem Strich mit dem dritten Aufstieg in Folge sehr erfolgreich.

Moorreger SV 2. Frauen: Gina Weinberg 8 Tore (davon 2 Siebenmeter), Ronja Popko 6 (2), Alexandra Romahn 3, Jeannine Thomsen 1 sowie Nancy Buttler, Alina Djureluk, Vanesa Gonzales Morales, Lisa Neuenburg, Stefanie Okun und Sandra Schneider. Im Tor: Jasmin Böhme.

von Andree Buhse am 19.12.2018 um 09:28 Uhr

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