Verletzungen überschatten Erfolg der 1. Damen gegen den TSV Ellerbek 2

MSV 1 - TSV Ellerbek 2. 24 : 20

Am 09.12.2018 stand das letzte Heimspiel im Jahr 2018 auf dem Programm. Die 1. Damen empfingen den TSV Ellerbek 2 zum ersten Rückrundenspiel der Saison. Der MSV hatte den Saisonbeginn völlig verschlafen und kassierte damals in Ellerbek eine 27:24-Niederlage. Nach zuletzt zwei Siegen in Folge wollte der MSV den Jahresabschluss mit einer Revanche abschließen und feiern.

Der MSV konnte zwar durch Dörthe Schröder das erste Tor der Partie erzielen, aber der TSV glich schnell aus. In der fünften Minute kam es zum ersten Schreckmoment: Der MSV erkämpfte sich den Ball in der Deckung und Schröder knickte beim versuch, den Ball zu holen, ohne Fremdeinwirkung um. Die Partie war damit für sie gelaufen und sie musste an der Seitenlinie Platz nehmen.
Sie wurde von Mandy Brüggemann ersetzt, welche erst seit zwei Wochen wieder im Training war und ihre Verletzung noch nicht komplett auskuriert hatte. Der MSV wirkte ein wenig nervös, aber konnte die Partie weiterhin offen gestalten (4:4, 13.).
Durch drei schnelle Tempogegenstöße von Bente Unterhark und Natalie Buthmann führte der MSV in der 17. Minute mit 7:4, doch die Gäste konterten und glichen zum 7:7 (21.) aus. Der TSV erzielte dann in der 26. Minuten zwei schnelle Tore und ging mit 8:10 in Front. Buhse unterbrach sofort, um sein Team neu zu ordnen. Der MSV schaffte den Ausgleich zum 11:11, aber mit der Schlusssirene erzielte der Gast noch die 11:12-Pausenführung.

Der Moorreger SV konnte die Partie zwar sofort nach Wiederbeginn zum 12:12 ausgleichen, aber die Gäste kamen insgesamt besser aus der Kabine. Das Spielstand war zwar ausgeglichen, doch der TSV scheiterte gleich zweimal vom 7m-Punkt am Pfosten.
Das war das Glück für die Moorregerinnen und so konnten sie selbst in der 40. Minute zum 14:13 einnetzten. Drei schnelle Tore brachten sie wieder in Front.
In der 45. Minute führte der MSV mit 17:14, doch das Spiel war noch längst nicht entschieden. Beim Stand von 17:15 in der 47. Minuten kam es zum nächsten Schreckmoment: Natalie Buthmann wollte gerade zum Tempogegenstoß starten, bevor sie jedoch stoppte, die Hand hob und sich auf den Boden setzen musste. Erneut passierte die Verletzung in der Deckung und ohne Fremdeinwirkung. Anschließend musste auch sie auf der Bank Platz nehmen.
Der TSV glich in der 51. Minute zum 17:17 aus, bevor Alexandra Romahn mit zwei schnellen Toren wieder ein wenig Ruhe in die Partie bringen konnte. Schacht glänzte mit einem gehaltenen 7m und einigen schnellen Pässen an die Spitze. So konnte der Moorreger SV die Partie am Ende für sich entschieden. Fünf Sekunden vor Schluss versenkte Bente Uterhark einen langen Pass von Schacht im gegnerischen Tor und stellte damit die Anzeigetafel auf ein 24:20.

Nach der Partie wurde schnell klar, dass sich bei Buthmann leider die schlimmsten Erwartungen erfüllt hatten: Achillessehnenriss heißt die Diagnose. Die Saison ist für sie beendet und sie wird bereits am Mittwoch operiert. Bei Schröder sind es im Vergleich „nur“ die Außenbänder und in Anbetracht der bevorstehenden Pause ist es sogar ein „günstiger“ Moment für so eine Verletzung.

Buhse nach dem Spiel: „Ich bin nach wie vor geschockt! Es haben mir jetzt schon so viele zu diesem wichtigen Sieg gratuliert, aber ich kann mich noch nicht richtig darüber freuen. Ich hätte heute lieber verloren und dafür Nati weiterhin dabeigehabt. Sie war gerade so richtig im Team angekommen und hat sich zu einer Stütze entwickelt. Für sie persönlich ist es sehr bitter und wir werden siee auf dem Platz vermissen.
Bei Dörthe ist es hingegen nicht ganz so schlimm. Sie wird hoffentlich relativ schnell wieder am Mannschaftstraining teilnehmen können. Noch einen längeren Ausfall können wir uns auch nicht mehr erlauben. Wenn wir diese Ereignisse ausblenden, dann bin ich natürlich sehr zufrieden mit der Leistung und damit, dass wir heute Ellerbek schlagen konnten. Dazu haben wir uns auch den direkten Vergleich gesichert, wer weiß, wofür das am Ende der Saison noch gut ist. Ich bin sehr froh, dass wir jetzt ein wenig Pause haben. Der Spielplan ist sehr eng gesteckt und die Belastung war sehr hoch. Eventuell ist das auch ein Faktor, der zu Natis Verletzung führte.
Das wird man nicht mehr rausfinden können, aber ich denke, es sollte ein Zeichen für den Verband sein, dass man eher mal über ein spielfreies Wochenende nachdenken sollte, als so viel wie möglich in das Jahr zu stopfen und dafür die Saison schon Ende März zu beenden. Dann spiele ich lieber bis in den Mai hinein und habe ab und an mal eine Regenerationsphase mehr für die Spielerinnen.“

Damit ist das Jahr 2018 für die 1. Damen abgeschlossen. Mit 12:12 Punkten überwintern sie im gesicherten Mittelfeld der HH-Liga, dass hätte am Anfang der Saison sicher keiner für möglich gehalten. Am 13.01.2019 um 17 Uhr geht die Rückrunde für den MSV mit einem Heimspiel gegen den Eimsbütteler TV weiter. Die Moorreger Damen haben auch hier noch eine Rechnung aus der Hinrunde offen, man darf gespannt sein, ob sie auch hier das Ruder rumreißen können.

Es spielten: Janina Schacht (Tor), Dörthe Schröder (1), Alexandra Romahn (3), Bente Uterhark (4), Mandy Brüggemann (1), Kim Gehrke (5), Gina Weinberg (1), Ronja Popko (3/2), Celina Thomsen (1), Stefanie Okun, Jasmin Ossenbrüggen (1) und Natalie Buthmann (4)
In Klammern Tore / davon 7m

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von Andree Buhse am 11.12.2018 um 20:04 Uhr
zuletzt editiert von Andree Buhse am 12.12.2018 um 12:55 Uhr

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