MSV 1. Damen gewinnen in letzter Sekunde gegen HH-Barmbek 1

MSV 1 - HG Hamburg-Barmbek 1. 26 : 25

Am 25.11.2018 hatten die 1. Damen die HG HH-Barmbek 1 zu Gast. Beide Teams konnten bislang sechs Punkte in dieser Saison einsammeln und stehen auf dem achten bzw. neunten Tabellenplatz.

Und das sowieso schon sehr wichtige Spiel wurde vor'm Anpfiff sogar noch wichtiger: Fast alle Mannschaften aus den unteren Tabellendrittel konnten bereits am früher Sonntagnachmittag Siege einfahren.
Buhse konnte auch aus seinem „Lazarett" ein paar Spielerinnen begrüßen. So machten sich Mandy Brüggemann und Manuela Weber mit dem Team warm. Für einen Einsatz ist es bei Weber noch zu früh, aber bei Brüggemann sieht es gut aus, sodass sie in der nächsten Woche wieder voll ins Training einsteigen kann. Am vergangenen Sonntag hielt sie sich für den absoluten Notfall oder einen 7m zur bereit.

Die Gastgeberinnen waren von Anfang an hellwach und zogen mit 3:0 in der 7. Minute davon. Durch die offensive Deckung kamen die Kreisläuferinnen Gehrke und Thomsen immer wieder zu freien Möglichkeiten, die sie entweder selbst zum Tor verwandeln konnten oder aus denen sie einen 7m herausholten.
Beim Stand von 5:1 nahm Barmbek bereits seine Auszeit, um das Spiel zu ordnen. Der MSV ließ sich aber erstmal nicht beirren und konnte den Vorsprung beibehalten (7:3, 20.). Dann konnten die Gäste immer mehr die Lücken auf der rechten Seite ausnutzen und hatten Glück, dass Schacht zwei sichere Bälle nicht entschärfen konnte. So kamen die Barmbekerinnen bis zur Pause auf 10:9 heran.

Wie bereits am Anfang der Partie kam der MSV besser aus der Kabine und nahm das Spiel sofort wieder in die Hand. Er erhöhte den Abstand auf 13:9. In der 34. Minute kam es dann zu einer wichtigen Schiedsrichter-Entscheidung: Jasmin Ossenbrüggen wurde nach einem harten, aber durchaus nicht unfairen Foul mit der roten Karte vom Platz gestellt. Eine 2-Minuten-Strafe wäre hier durchaus angebrachter gewesen. Sie war in den vergangenen Spielen immer ein sicherer Rückhalt auf der vorgezogenen Position gewesen und das Team des MSV musste sie nun ersetzen. Die Gäste kamen auf 16:13 heran, aber die Außenspielerinnen Weinberg und Buthmann hatten immer wieder eine Antwort parat. In der 48. Minute führten die Gastgeberinnen mit 20:16, bevor die Gäste immer näher herankamen. Der Moorreger SV spielte nicht schlecht, er wurde immer wieder an den 7m-Punkt gezwungen. Doch die starke Torfrau der Gäste parierte fünf 7m-Würfe in Folge und hielt Ihr Team im Spiel. In der 53. Minuten schien sich die Partie zu wenden, die Gäste erzielten das 21:21, aber Buthmann konterte zum 22:21. In der Folge kassierte der MSV zwei schnelle Zeitstrafen und war eine ganze Zeit lang mit nur vier Spielerinnen auf dem Platz. Barmbek konnte dadurch das Spiel komplett drehen, zwei 7m-Tore brachten die 22:23 Führung für die Gäste. Buhse nahm seine Auszeit um ein wenig Zeit von der Uhr zu nehmen und stellte sein Team um, um so neue Reizpunkte zu setzen. Dies gelang sofort, als Dörthe Schröder auf der ungewohnt halb rechten Position sofort den Ausgleich erzielte und es vierzig Sekunden später wieder einen 7m für den MSV gab. Diesmal blieb Ronja Popko, die ihren ersten vergab, ruhig und verwandelte zum 24:23 in der 57. Minuten.
Die Gäste gaben aber nicht auf, erzielten wieder zwei Tore in Folge und drehten das Spiel erneut (24:25). Noch 1:45 auf der Uhr: Die Spannung war in der Halle zu spüren, bevor Celina Thomsen dreißig Sekunden vor Schluss den 25:25-Ausgleich erzielte.
Dann nahm Barmbek 25 Sekunden vor Schluss eine Auszeit und 10 Sekunden vor'm Ende wurde es nochmal richtig kurios: technischer Fehler einer Barmbekerin, Freiwurf für den MSV, noch fünf Sekunden auf der Uhr. Durch ein Abstandsvergehen wird der MSV daran gehindert, schnell den Freiwurf auszuführen: ein Pfiff, eine 2-Minuten-Strafe für Barmbek und durch eine Regeländerung für die letzten 30 Sekunden, welche vor zwei Jahren eingeführt wurde? ging die Partie dann mit 7m für den Moorreger SV weiter. Ronja Popko nimmt sich den Ball, da sie ihren letzten versenken konnte, und wirft mit der Schlusssirene den Ball links oben ins Tor und damit bleiben die zwei Punkte in Moorrege. Der MSV gewinnt gegen die HG HH-Barmbek mit 26:25 und sichert sich ganz wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg.

Buhse nach dem Spiel: „Wir haben uns diese Partie selbst nochmal richtig schwer gemacht. Wir haben es eigentlich gut gespielt, waren mit fünf Toren vorne, aber verwerfen insgesamt sechs 7m. Und damit nicht genug: Aus den Fehlwürfen sind immer direkte Gegentore entstanden. Da sind wir nicht konzentriert genug, das ist negativ zu beurteilen. Positiv ist natürlich, dass wir dann aus einem negativen Lauf, aus einer Unterzahl Situation mit 4 gegen 6 dann die Partie nicht abgeben, sondern uns wieder zurück in die Partie kämpfen. Das die Partie am Ende ausgerechnet durch einen 7m entschieden wird hatte ich mir nicht erhofft aber Ronja war dann sehr sicher. Das sind Drucksituationen die man im Training nicht simulieren kann. Auch wenn es sehr unglücklich für Barmbek am Ende war geht der Sieg glaube ich in Ordnung für uns.“

Es geht jetzt Schlag auf Schlag für den MSV. Bereits am nächsten Sonntag steht die nächste Partie auf Augenhöhe an. Am 02.12.2018 um 16:00 Uhr ist man zu Gast bei der SG HH-Nord. Halle: Tegelsbarg 2 in Hamburg. HH-Nord ist derzeit auf Platz 6 mit 9:11 Punkten platziert dich gefolgt vom MSV mit 8:12 Punkte.

Es spielten: Janina Schacht (Tor), Dörthe Schröder (4/1), Bente Uterhark, Jana Schablinski, Mandy Brüggemann (1/1), Kim Gehrke (3/1), Gina Weinberg (6), Ronja Popko (2/2), Celina Thomsen (3), Stefanie Okun, Jasmin Ossenbrüggen (1) und Natalie Buthmann (6)
In Klammern Tore / davon 7m

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von Andree Buhse am 27.11.2018 um 18:00 Uhr
zuletzt editiert von Andree Buhse am 28.11.2018 um 13:08 Uhr

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