Zwei hart erkämpfte Punkte

MSV 1 - SG Altona 1 20 : 18

Bericht Johannes Speckner / Uetersener Nachrichten

Der erste Sieg im Jahr 2018: Die 1. Moorreger Frauen ringen Altona mit 20:18 nieder / Buhse stolz auf „überragende Team-Leistung“

Moorrege Wer spektakuläre Tore und Spielzüge sehen wollte, kam am Sonntag kaum auf seine Kosten, als die 1. Handball-Frauen des Moorreger SV die SG Altona empfingen. „Es konnte aber auch niemand ein schönes Spiel erwarten“, betonte MSV-Trainer Andree Buhse. Kampf war Trumpf, jeder Treffer musste hart erarbeitet werden − und am Ende feierten die Moorregerinnen mit einem 20:18 ihren ersten Sieg im Jahr 2018. „Das war auch für die Moral unserer Spielerinnen ganz, ganz wichtig“, freute sich Buhse, dessen Team sich im Hamburg-Liga-Klassement zudem vom elften auf den neunten Rang verbesserte. Und dieser Platz würde am Saisonende definitiv zum Klassenerhalt genügen, unabhängig von den Auf- und Absteigern in der Oberliga sowie der 3. Liga.
Schnell wurde klar, dass die Partie sehr torarm verlaufen würde. Kim Gehrke, die nicht nur am gegnerischen Kreis unermüdlich ackerte, sondern auch die eigene Abwehr organisierte, wofür sie von Buhse ein Sonderlob erhielt, gab die ersten beiden Torwürfe ab, die aber abgeblockt beziehungsweise gehalten wurden. Einen 0:1-Rückstand egalisierte Janine Beckmann aus dem Rückraum zum 1:1 (6. Minute), ehe Bente Uterhark bei einem Gegenstoß das 2:1 gelang (8.).
Bis zum 6:5 (16.) gab es wechselnde Ein-Tore-Führungen, bevor die Moorregerinnen beim 8:5 (22.) und 9:6 (26.) zweimal mit drei Treffern in Front lagen. Dieser Vorsprung schmolz aber wieder zusammen und schließlich musste die Heim-Sieben froh sein, dass sie ein knappes 9:8 in die Pause rettete, nachdem die Hamburgerinnen ihren letzten Wurf der ersten Halbzeit über die Latte gesetzt hatten.
Nach dem Seitenwechsel fiel aber prompt der 9:9-Ausgleich. In der Folge glänzte Ronja Popko mit einigen schönen Würfen aus dem Rückraum. MSV-Torfrau Janina Schacht zeichnete sich nicht nur mit guten Paraden aus, sondern zweimal in Folge auch als Vorlagengeberin: Zwei ihrer langen Pässe verwertete Gina Weinberg zum 11:10 und 12:10 (36.). „Leider haben wir auch drei Gegenstöße vergeben“, klagte Buhse.
Als aus einer 13:12-Führung (41.) ein 13:15-Rückstand geworden war (46.), schien die Partie zugunsten der Gäste zu kippen. „Da hatte ich auch schlimmste Befürchtungen“, gestand Buhse nach dem Spiel im Gespräch mit Marco Simonsen, der als Trainer der 1. Frauen der HSG Pinnau unter den Zuschauern weilte. Dass der MSV-Coach dann Janine Beckmann wieder einwechselte, erwies sich als goldrichtig: Ihren Schulterschmerzen zum Trotz stellte sie sich in den Dienst des Teams und drehte den 16:17-Rückstand mit zwei schönen Rückraum-Toren zur 18:17-Führung (56./58.).
In der überaus dramatischen Schlussphase trafen die Altonaerinnen, die zuvor schon einen Siebenmeter an den rechten Innenpfosten gesetzt hatten, zweimal nur die Latte. „Da hatten wir das nötige Quäntchen Glück, das uns in den vorherigen Partien oft gefehlt hat“, befand Buhse. Spätestens als Dörthe Schröder in der letzten Minute das 20:17 gelang, war der Heimsieg sicher − die Gäste verkürzten in der Schlusssekunde nur noch zum 20:18-Endstand.
Buhse hatte „eine überragende Team-Leistung“ gesehen und lobte seine Schützlinge dafür, dass sie sich „immer wieder zurückgekämpft“ hätten. „Gewinnen ist besser als Verlieren − das ist unser Motto“, sagte MSV-Spielerin Manuela Weber, die mit einem Kreuz- und Innenbandriss zwar noch verletzt fehlt, aber auf der Bank Platz nahm und bei jedem Torerfolg aufsprang. Für Webers Knie war es also gut, dass „nur“ 20 MSV-Treffer fielen.

Moorreger SV 1. Frauen: Janine Beckmann 6 Tore, Ronja Popko 5 (davon 1 Siebenmeter), Kim Gehrke 4, Gina Weinberg 2, Jasmin Ossenbrüggen, Dörthe Schröder und Bente Uterhark je 1 sowie Victoria Dreyer, Lisa Neuenburg, Alexandra Romahn und Celina Thomsen.
Im Tor: Janina Schacht.

von Andree Buhse am 08.03.2018 um 14:24 Uhr

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